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Supercup, Pokal, Bundesliga: Deutschlands große Woche

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Der deutsche Fußball meldet sich in Etappen zurück. Ab diesem Freitag, den 21., rollt die erste Runde des DFB-Pokals, am Samstag, den 22., steigt im Signal Iduna Park der Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern, und am Freitag, den 28., startet dann endlich die Bundesliga 2026-27 – mit einem echten Kracher gleich zum Auftakt in der Allianz Arena: Bayern gegen Stuttgart, die Neuauflage des jüngsten Pokalfinals.

Der Liga-Auftakt kommt wegen der WM in diesem Sommer eine Woche später als bei den Nachbarn. Das Eröffnungsspiel am 28. wird um 20:30 Uhr angepfiffen, der Rest des ersten Spieltags verteilt sich auf Samstag, den 29., und Sonntag, den 30. August: Dortmund empfängt dabei den Hamburger SV, Leipzig bekommt es mit Mönchengladbach zu tun – die genauen Anstoßzeiten dieser acht Partien hat die Liga allerdings noch nicht angesetzt.

Der Meister der Rekorde

Der FC Bayern von Vincent Kompany verteidigt einen mit historischer Wucht geholten Titel: 89 Punkte, die 34. Bundesliga-Meisterschaft, eingetütet am 19. April bei noch vier ausstehenden Spieltagen, nur eine einzige Niederlage in der gesamten Saison und 122 Tore – die höchste Marke, die die Bundesliga je gesehen hat. Harry Kane traf 36-mal und sicherte sich damit die dritte Torjägerkanone in Folge, Michael Olise steuerte obendrein 19 Vorlagen bei. Dahinter landeten Dortmund mit 73 Punkten, Leipzig mit 65, Stuttgart mit 62 und Hoffenheim mit 61; Leverkusen blieb als Sechster ohne Champions League.

Runter mussten Wolfsburg, das die Relegation verlor, sowie Heidenheim und St. Pauli. Hoch kommen Schalke 04, nach drei Jahren zurück als Meister der 2. Liga, Elversberg, das erstmals im Oberhaus antritt und damit zum 59. Klub der Bundesliga-Geschichte wird, sowie Paderborn. Mit der Rückkehr der Königsblauen ist auch das Revierderby wieder da: Das Hinspiel steigt Anfang Dezember.

Der Supercup am Samstag in Dortmund

Der Franz-Beckenbauer-Supercup wird an diesem Samstag, den 22., um 20:30 Uhr im Signal Iduna Park ausgetragen. Weil die Bayern das Double holten – das Pokalfinale gewannen sie mit 3:0 gegen Stuttgart, Kane schnürte dabei einen Dreierpack –, rückt Dortmund als Vizemeister der Liga nach. Die Elf von Niko Kovač hat dabei ein gewichtiges Argument auf ihrer Seite: Sie stellte mit nur 34 Gegentoren die beste Abwehr der abgelaufenen Bundesliga-Saison.

Der Pokal verteilt 30 Spiele auf vier Tage

Die erste Runde des deutschen Pokals läuft von Freitag, den 21., bis Montag, den 24. – mit 30 Partien und einem Rekord von zwölf Drittligisten im Feld. Zu den reizvollsten Losen zählen Osnabrück–Bayern, HEBC Hamburg–Dortmund, Hansa Rostock–Stuttgart und Hallescher FC–Schalke. Die Partien der Bayern und der Dortmunder werden wegen des Supercups auf den 1. beziehungsweise 2. September verlegt.

Der Markt: Diomande geht, der FC Bayern macht die Kasse zu

Das Geschäft des deutschen Sommers war ein Abgang: Leipzig verkaufte Yan Diomande für 125 Millionen Euro Fixablöse, mit Boni auf bis zu 140 steigend, an Real Madrid – der größte Verkauf der Klubgeschichte und zugleich der drittteuerste, den die Bundesliga jemals getätigt hat: gleichauf mit dem von Wirtz und nur hinter den Abgängen von Dembélé und Bellingham. Der FC Bayern wiederum investierte rund 110 Millionen in Ismael Saibari, im Juli vom PSV geholt, und Nathaniel Brown, für 55 Millionen von der Eintracht gekommen – und verkündete bereits, keine weiteren Transfers mehr zu tätigen.

Wer sich in dieser Woche dagegen noch bewegte, war Dortmund: Nachdem die Operation um Said El Mala geplatzt war, zog der BVB einen Blitz-Doppelschlag über rund 50 Millionen durch – Joey Veerman, dessen Klausel beim PSV am Dienstag, den 18., gezogen wurde und der einen Vertrag bis 2031 erhält, sowie Giannis Konstantelias, der nach dem Medizincheck am Sonntag für 26 Millionen plus Boni vom PAOK kam. Und das alles nur zehn Tage vor dem Liga-Debüt.

Trainerbänke: zwei neue Gesichter in der Spitzengruppe

Kompany bleibt mit Vertrag bis 2029 in München, Kovač in Dortmund. Die Neuigkeiten finden sich direkt dahinter in der Tabelle: Leipzig verpflichtete Martín Demichelis, den früheren Trainer von River Plate, als Nachfolger von Ole Werner, und Leverkusen setzte auf den Spanier Carles Martínez Novell, ausgebildet in La Masia und zuletzt bei Toulouse tätig, der Kasper Hjulmand seit dem 1. Juli beerbt.

Bayerns Schrecksekunden

Der Meister geht mit einem Lazarett voller Fragezeichen in seine große Woche. Beim Telekom Cup am Samstag, den 15., gegen Leipzig musste Konrad Laimer nach einem Zusammenprall bereits in der 10. Minute vom Feld – Sportvorstand Max Eberl räumte hinterher ein, der Spieler habe „nicht mehr laufen können“ –, Kim Min-jae ging in der 66. Minute runter, und Jamal Musiala brach nur Minuten nach seinem Treffer mit einem Hitzschlag zusammen. Kane, Olise und Upamecano stoßen zudem erst in dieser Woche nach ihrer verlängerten WM-Pause wieder zur Mannschaft.

Klarer Favorit, Hoffnung der anderen

Die Buchmacher räumen dem FC Bayern eine implizite Wahrscheinlichkeit von rund 86 Prozent auf die erfolgreiche Titelverteidigung ein – neunmal mehr als Dortmund –, und selbst in der Umfrage des Verbands unter den Trainern der Liga fällt das Votum einstimmig aus. Die Hoffnung der Konkurrenz trägt den Namen Supercup: Ein Sieg am Samstag wäre der erste Riss in der Mauer, noch bevor die Liga überhaupt ins Rollen kommt.

"Ein Meister mit 122 Toren, ein Revierderby, das zurückkehrt, und ein Supercup noch vor dem ersten Spieltag: Deutschland packt in sieben Tage alles hinein, was seine Saison verspricht."

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