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Forest 0:1 Leeds: Stachs Freistoß beendet 54 Jahre Flaute

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Leeds United hat im City Ground mit 0:1 gewonnen, entschieden durch einen direkten Freistoß von Anton Stach in der 88. Minute, vor 30.739 Zuschauern. Der Schuss rutschte am kurzen Pfosten hinein und erwischte Matz Sels zu weit vorne. Es war der erste Leeds-Sieg in diesem Stadion seit der Saison 1971/72, also seit 54 Jahren.

Es war zugleich die erste Niederlage von Oliver Glasner an der Spitze von Nottingham Forest, in seinem Pflichtspieldebüt. Der Österreicher hatte fünf seiner sechs Debüts in früheren Ämtern gewonnen, ausgerechnet hier riss die Serie.

Das Spiel, Minute für Minute

  • 25. Minute: Tor von Harry Wilson wegen Abseits aberkannt
  • 40. Minute: Kopfball von Milenkovic an den Pfosten; Igor Jesus vergibt den Nachschuss
  • 88. Minute, Stach: direkter Freistoß von der Strafraumkante, gezirkelt ins kurze Eck
  • Gelbe Karten: Aina (Forest) in der 18., Calvert-Lewin (Leeds) in der 32., Jair Paula (Forest) in der 52.

Forest hatte die klareren Gelegenheiten, und alle entsprangen derselben Quelle. Milenkovic setzte in der 40. Minute einen Kopfball an den Pfosten, Igor Jesus traf weder den Nachschuss noch zwei weitere Kopfbälle. Sels wiederum hatte vor dem Schlusspunkt noch einen Versuch von Muharemovic entschärft.

Glasner: Es war eine einzige Situation

Der Trainer verbarg seinen Frust nicht, verlor aber nicht die Form. Es sei unglücklicherweise für Leeds gelaufen, Stach habe den Freistoß getreten, man habe gewusst, dass er ein guter Schütze ist, und genau deshalb sei es enttäuschend. Dazu lieferte er eine Lesart, die seine Sorge zusammenfasst: Es habe sehr wenige Chancen gegeben, und alle Chancen seien aus Standardsituationen entstanden.

Sein Fazit war eindeutig: Er glaube, sie hätten genug getan, um zu gewinnen, und eine einzige Situation habe die Partie entschieden.

Der fünfte Trainer in zwölf Monaten

Glasner wurde am 6. Juli 2026 als Nachfolger von Vítor Pereira vorgestellt. Er kommt von Crystal Palace, wo er in zweieinhalb Jahren den FA Cup, den Community Shield und die Conference League gewann. Er ist der fünfte Forest-Trainer binnen zwölf Monaten, nach Nuno Espírito Santo, Ange Postecoglou, Sean Dyche und eben Pereira.

Der Sommer des Klubs war von einem einzigen Geschäft geprägt. Elliot Anderson wechselte im Juli 2026 für 116 Millionen Pfund zu Manchester City, nach seiner Rückkehr von der WM mit England, ausgestattet mit einem Fünfjahresvertrag. Die Summe brach den Ausgabenrekord von City, der zuvor bei Grealish aus dem Jahr 2021 lag, machte Anderson zum teuersten britischen Fußballer der Geschichte und bedeutete den größten Verkauf, den Forest je getätigt hat.

Auf dem Platz ist von dem Geld noch nichts zu sehen. Forest schickte gegen Leeds keinen einzigen Neuzugang in die Startelf, und Glasner musste sich dafür rechtfertigen: Er sei sehr zuversichtlich, dass noch zwei weitere Spieler von hoher Qualität kommen, und man mache keine Geschäfte nur, um Zahlen zu erhöhen.

Trafford, Muharemovic und Wilson: drei Debüts bei Leeds

Daniel Farke ließ drei Debütanten von Beginn an spielen, und alle drei hinterließen Spuren. James Trafford, für eine Klubrekordsumme von rund 40 Millionen Pfund von Manchester City geholt, zeigte eine überragende Parade gegen einen Kopfball von Igor Jesus aus kürzester Distanz und blockte im anschließenden Gewühl im Strafraum auch den Nachschuss.

Tarik Muharemovic kostete rund 34 Millionen, Harry Wilson kam ablösefrei von Fulham. Mit diesen dreien auf dem Rasen erreichte Leeds die Marke von 900 verschiedenen Spielern in Pflichtspielen seiner Geschichte. Wilson wurde um die Stundenmarke herum für Noah Okafor ausgewechselt, Sean Longstaff kam in den letzten zehn Minuten für Aaronson.

Farke und die Botschaft von den 40 Punkten

Der Deutsche nutzte die Gelegenheit, seinen Torschützen aus einer wenig gefälligen Perspektive zu bewerten: Stach habe eine schwierige Vorbereitung gehabt und in den ersten Wochen kein großes Niveau gezeigt, doch in den vergangenen zehn Tagen habe er das Gefühl gehabt, dass es besser wird.

Und als es um Ziele ging, blieb er bei der immer gleichen Zahl: 40 Punkte für den Klassenerhalt, mit dem Hinweis, wie schwer es ist, sich im Oberhaus festzusetzen. Leeds hat vergangene Saison im ersten Jahr nach der Rückkehr den Abstieg vermieden, und der Trainer will nicht, dass drei Punkte im August den Ton der Erzählung ändern.

Was der Spieltag hinterlässt

Forest geht mit dem unangenehmen Gefühl vom Platz, die bessere Mannschaft gewesen zu sein und trotzdem nicht gewonnen zu haben, dazu mit einer Warnung, die der eigene Trainer ausgesprochen hat: Wenn alle Chancen aus Standards entstehen, gibt es ein Problem in der Spielgestaltung, das kein Transfer allein löst.

Leeds hingegen nimmt drei Punkte, einen historischen Eintrag und die Bestätigung mit, dass das Tor in guten Händen ist. Im August gewinnt man nichts, aber man kann sich Ärger im Mai ersparen.

"54 Jahre ohne Sieg im City Ground, und ein Freistoß in der 88. Minute genügte, um sie mit einem Schlag auszuradieren."

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